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Ferienpassaktion 2019

Auch in diesem Jahr haben wir wieder  zwei Veranstaltungen zum Thema KINDERERECHTE durchgeführt. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen, waren die Kinder interessiert bei der Sache und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse“ berichtet Sandra Strahler die Fachbereichsleitung Beratung, Elternkurse (SESK) und T.u.Sch.-Gruppen im Kinderschutzbund Oldenburg.

Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

Wir bedanken uns auch in diesem Jahr bei der Stadt Oldenburg für die tolle Unterstützung!!!

Ferienpassaktion 2019

Kinderschutzbund Oldenburg: Die Hand darf nicht „ausrutschen“

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Internationaler Tag der Kinderrechte

Internationaler Tag der Kinderrechte: Jetzt gemeinsam die Chance nutzen und Kinderrechte ins Grundgesetz bringen!

Oldenburg.15.11.2018. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und brauchen ihre eigenen Rechte, darauf weist der Kinderschutzbund Ortsverband Oldenburg e.V.  zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20.11.2018 hin. Dass die Bundesregierung die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz grundsätzlich beschlossen hat, sieht der Verband als historische Chance. Nun gilt es, den politischen Prozess zu begleiten und mit Aktionen und Kampagnen Druck aufzubauen, damit die Kinderrechte vollumfänglich in der Verfassung verankert und im Alltag entsprechend ausgestaltet werden.

Der Kinderschutzbund setzt sich seit Jahren für eine Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz ein, und noch nie waren die Aussichten so gut, dieses Anliegen politisch durchzusetzen. In ihrem Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung die Verankerung der Kinderrechte beschlossen, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll bis Ende 2019 einen konkreten Formulierungsvorschlag vorlegen. „Diese Gelegenheit müssen wir nutzen! Mehr als 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland ist die Zeit dafür wirklich reif. Würden die Kinderrechte im Grundgesetz stehen, müsste das Kindeswohl bei vielen Entscheidungen in Politik und Justiz, beim Sorgerecht oder beim Städtebau stärker berücksichtigt werden“, erklärt Frau Kreye vom Ortsverband Oldenburg.

Der Kinderschutzbund fordert, dass die Kinderrechte als eindeutige, einklagbare Grundrechte festgeschrieben werden, und es nicht, wie von einigen Politikern und Verfassungsrechtlern bevorzugt, bei einer unverbindlichen Staatszielbestimmung und damit einer reinen Absichtserklärung bleibt. Auch in der Zivilgesellschaft wächst die Zustimmung zu einem solchen Schritt. In fast allen Landesverfassungen sind die Kinderrechte inzwischen mit unterschiedlichen Formulierungen und in unterschiedlicher Ausgestaltung verankert. Zuletzt stimmten fast 90 Prozent der Wähler*innen in Hessen für eine Aufnahme von Kinderrechten in die hessische Landesverfassung. „Das ist ein wirklich starkes Signal aus der Bevölkerung für eine Änderung des Grundgesetzes. Diese enorme Zustimmung sollte auch in der Politik die letzten Zweifler überzeugen. Hier in Oldenburg wollen wir nächstes Jahr durch Aktionen, Pressearbeit etc., dieses wichtige Thema öffentlicher gestalten, sagt Frau Kreye.

Der DKSB macht die Kinderrechte im kommenden Jahr auch bundesweit zum Schwerpunkt seiner Arbeit. Mit verschiedenen Aktionen und Aktivitäten sollen die Kinderrechte Beteiligung und Berücksichtigung des Kindeswillens gestärkt und einer breiten Bevölkerung besser bekanntgemacht werden. Der Kinderschutzbund setzt sich für eine kinderfreundliche Gesellschaft ein, in der die geistige, seelische, soziale und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert wird. Dabei sollen sie an allen Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen, die sie betreffen, beteiligt werden.

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreies Aufwachsen!

Astrid Lindgren: Die Geschichte vom Stein.

Festrede von Astrid Lindgren, gehalten in der Frankfurter Paulskirche anlässlich der Verleihung  des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, 1978

Lindgren_Geschichte vom Stein

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Presseinformation des Kinderschutzbundes Ortsverein Oldenburg e.V. zum Film „Elternschule“

Einzelne Pressestimmen zu diesem Film:

„Für jeden, der selbst Kinder hat, ist dieser Film  ein Muss“  ( Süddeutsche Zeitung )
„Das Geheimnis guter Erziehung“ ( WDR )
„Welche Erziehungskompetenzen brauchen Eltern, was ist und wie geht „gute Erziehung“ ? Diesen Fragen geht der Film nach.“ ( Badische Zeitung )

Schockierende Aussagen, für jeden der den Film gesehen hat  und  selbst Fachkenntnisse mitbringt.

Denn…..

Dieser Film zeigt eben nicht ! tägliche  Herausforderungen, die  wir im Zusammenleben mit Kindern bewältigen müssen, sondern klinische Fälle.

Hilflose Eltern haben aufgrund von Extremsituationen, denen sie nicht mehr gewachsen waren, eine Klinik im Ruhrgebiet aufgesucht, um Hilfe zu erfahren.

Eine Bewertung derer Arbeit steht uns nicht zu, dieses ist den Medizinern  und Therapeuten vorbehalten.

In dem Film wird allerdings auch mit Sequenzen aus dem Jahre 1997 gearbeitet- ob dieses noch dem aktuellem Stand der Erziehungswissenschaft sowie der Psychologie entspricht, sei dahingestellt.

Über die Vorgeschichten der Familien, die dort gezeigt werden, erfährt der Zuschauer viel zu wenig, um sich ein Bild darüber machen zu können, wie zu diesen Extremsituationen kommen konnte.

Die künstliche „Laborsituation“ in der die Kinder dort (permanent kameraüberwacht) leben müssen ist aus unserer Sicht nicht dazu geeignet, den Kindern Vertrauen und Geborgenheit zu vermitteln und somit die Grundlage für Veränderungsprozesse zu bilden. Mit Zwang und Druck werden vielleicht kurzfristige „Erfolge“ erzielt, die aber eher von einer Resignation/Dressur des Kindes zeugen.

Der sorglose Umgang mit den Gesichtern der Kinder die nun im Filmtrailer, in der Presse und in sozialen Medien verbreitet werden, ist ein eklatanter Verstoß gegen ihre Persönlichkeitsrechte.

Sicherlich möchte sich keines der Kinder irgendwann dort wieder sehen.  Hier fehlt jede Sensibilität der Autoren, die durch z.B. eine Verzerrung der Gesichter zumindest die Identität der kleinen Menschen hätten verhindern können. Daran ändert auch eine Einwilligungserklärung der Eltern nichts.

Dem Kinderschutzbund Oldenburg e.V. ist es daher sehr wichtig auf Hilfen hinzuweisen, die Eltern nutzen können  bevor Extremsituationen eintreten.

In Oldenburg gibt es sehr viele Einrichtungen, wo Eltern Hilfe finden können.

Von den „Frühen Hilfen“ über  Beratungsstellen zu allen Themen, die einer Familie Schwierigkeiten bereiten können, ist in dieser Stadt alles vertreten.

Informationen dazu erhalten Sie in Broschüren, die überall erhältlich sind sowie auf tel. Nachfragen in den einzelnen Institutionen.

Auch der Kinderschutzbund unterhält eine Beratungsstelle, die kurzfristig Termine vergibt wenn es „brennt“ und bittet alle Eltern, die in gewissen Situationen überfordert sind:

  • Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen.
  • Sie sind nicht die Einzige/n, die Hilfe bei Problemen im Zusammenleben benötigt/en
  • Es gibt für Alles eine Lösung.
  • Wenn Sie darüber sprechen und sich Hilfe suchen, wird es für Sie und Ihre Kinder einfacher werden.
  • Haben Sie keine Angst vor Schuldzuweisung – die gibt es nicht.

Der Kinderschutzbund vermittelt in Elternkursen ( Starke Eltern-Starke Kinder )  und in der Beratungsstelle eine positive Grundhaltung, die es Eltern ermöglichen soll, entspannter mit ihren Kindern umzugehen und eine entwicklungsfördernde Atmosphäre zu schaffen.

Kontakt:

Kinderschutzbund Ortsverein Oldenburg e.V.

Lindenstraße 39
26123 Oldenburg

Tel.  0441/84590

Mail to: beratung@kinderschutzbund-oldenburg.de
www.kinderschutzbund-oldenburg.de

2.500 Euro für Kinderschutzbund Oldenburg e. V.

Famila Osteraktion – Riesenei für den guten Zweck

Als eine der diesjährigen besonderen Osteraktionen wurden ab dem 23. März bei der zum zweiten Mal durchgeführten Aktion „Oldenburgs größtes Osterei“ in kürzester Zeit knapp 2.500 Schokoladengoldhasen der Firma Lindt im famila Einkaufsland Wechloy für den guten Zweck an die Besucher verkauft.

Die im vergangenen Jahr erstmal durchgeführte Aktion, zu Ostern für den guten Zweck, ein Riesenei im famila Einkaufsland aufzubauen und dieses mit kleinen Hasen Stück für Stück zu füllen, wurde nach dem tollen Erfolg in diesem Jahr wiederholt. Das 4 Meter hohe und knapp 3 Meter breite Ei aus Plexiglas wurde am 22. März im Einkaufsland aufgestellt.

Das Ziel: Bis einschließlich zum Ostersamstag, 31. März, das gesamte Ei mit kleinen Lindt Goldhasen zu füllen. Sobald der Kunde 2 Goldhasen gekauft hatte, wanderte ein weiterer Goldhase symbolisch für eine 2 € Spende in das Riesenei. Durch die positive Resonanz und den enormen Zuspruch der Kunden konnte bereits unerwartet vorzeitig am Mittwoch, den 28. März, der letzte Hase im Ei platziert werden. Jeder der knapp 1.200 Goldhasen im Riesenei steht für eine 2 € Spende für den Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Oldenburg e.V.. Die Spendensumme von 2.500 € wurde am 29. März in Anwesenheit des Vorstandsmitglieds, Anke Philip, dem Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Oldenburg e.V., symbolischen übergeben.

Der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Oldenburg e.V., setzt sich, wie der Name schon verlauten lässt, explizit für Kinder ein. Deutschlandweit setzt man sich in 420 Orten dafür ein, Missstände aufzuspüren und Politiker und Verwaltung zum Handeln zu bewegen. Es geht nicht nur darum Kinder zu schützen, sich für ihre Rechte einzusetzen und ein offenes Ohr für Probleme und Sorgen zu haben, sondern es geht vielmehr auch darum, Kinder stark zu machen, zu fördern, sie ernst zu nehmen und fit für die verantwortungsvolle Gestaltung ihres eigenen Lebens und unserer Welt zu machen. Der Kinderschutzbund in Oldenburg baut derzeit ein Familienzentrum, welches im vierten Quartal dieses Jahres planmäßig fertig werden soll. Das Spendengeld könne man dann unter anderem für die Anschaffung eines „Kinderbus“, ein Transportwagen zum Schieben, in dem bis zu 8 Kinder Platz finden, gut einsetzen.

Ein großer Dank geht an die Kunden, die fleißig gespendet haben. Im nächsten Jahr wird es sicherlich wieder eine solche Aktion (zu Ostern) geben.

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Bildunterschrift: v.l.n.r. Marco Struck (famila Centermanagement), Anke Philip (Vorstand Kinderschutzbund Oldenburg e. V .) und Waltraut Gründemann (Nord-West Dienstleistung GmbH – Verkauf der Hasen) Foto: famila Einkaufsland Wechloy

 

Riesenosterei – Süßes für den guten Zweck!

„Riesige“ famila Osteraktion zugunsten des Kinderschutzbund Oldenburg e. V.
Als eine der diesjährigen besonderen Osteraktionen veranstaltet das famila Einkaufsland Wechloy zum zweiten Mal die Aktion „Oldenburgs größtes Osterei“. Ab dem 23. März werden auf der Aktionsfläche am Brunnen Schokoladengoldhasen der Firma Lindt für den guten Zweck an die Besucher des Shoppingcenters verkauft.

Das Ziel ist es, das 4 Meter hohe und knapp 3 Meter breite Ei aus Plexiglas in kürzester Zeit komplett mit Goldhasen zu füllen. Sobald der Kunde 2 Goldhasen kauft, wandert ein weiterer Goldhase symbolisch für eine 2 € Spende in das Riesenei. Im letzten Jahr konnten so binnen kürzester Zeit 1.300 Goldhasen im Riesenei platziert werden und somit eine sensationelle Spendensumme von 2.600€ an den Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Oldenburg e.V. übergeben werden.

An dieses tolle Ergebnis aus dem Vorjahr möchte das famila Einkaufsland Wechloy natürlich anknüpfen und das Ergebnis bestenfalls noch einmal steigern. Den Startschuss zur diesjährigen Aktion gaben Anke Philip vom Kinderschutzbund und Marco Struck vom Centermanagement. Auch in diesem Jahr soll die Spende wieder an den Kinderschutzbund Oldenburg e. V. gehen. Mit der Summe können laufende Projekte unterstützt werden. Der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Oldenburg e.V., setzt sich, wie der Name schon verlauten lässt, explizit für Kinder ein. Deutschlandweit setzt man sich in 420 Orten dafür ein, Missstände aufzuspüren und Politiker und Verwaltung zum Handeln zu bewegen. Es geht nicht nur darum Kinder zu schützen, sich für ihre Rechte einzusetzen und ein offenes Ohr für Probleme und Sorgen zu haben, sondern es geht vielmehr auch darum, Kinder stark zu machen, zu fördern, sie ernst zu nehmen und fit für die verantwortungsvolle Gestaltung ihres eigenen Lebens und unserer Welt zu machen. Der Kinderschutzbund in Oldenburg baut derzeit ein Familienzentrum, welches im vierten Quartal dieses Jahres planmäßig fertig werden soll.

Ein großer Dank geht schon jetzt an die Kunden, die fleißig spenden!

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v.l.n.r. Marco Struck (famila Centermanagement) und Anke Philip (Kinderschutzbund Oldenburg e. V.). Foto: famila Einkaufsland

 

Kinderrechte endlich ins Grundgesetz!

Presseinformation
Hannover, 5.4.2017
Kinderrechte endlich ins Grundgesetz!
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e. V. und der Deutsche
Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen e. V. begrüßen die Befürwortung von
Bundesjustizminister Heiko Maas, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.
„Was wir jetzt allerdings brauchen, ist mehr als ein Lippenbekenntnis im Wahlkampf“, sagt
Birgit Eckhardt, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V.
„Die Bundesregierung muss endlich die UN-Kinderrechtskonvention umsetzen und
Kinderrechte grundgesetzlich verankern, möglichst noch in der laufenden Legislaturperiode.“
Die Bundesrepublik hat die UN-Kinderrechtskonvention bereits vor 25 Jahren, am 5. April
1992, ratifiziert und sich damit den Prinzipien Schutz, Förderung, Beteiligung,
Nichtdiskriminierung sowie Kindeswohlvorrang verpflichtet. Auch im aktuellen
Koalitionsvertrag wird die Weiterentwicklung von Kinderrechten als wichtiges Anliegen
benannt.

„Es ist nicht zu akzeptieren, dass sich die dort vereinbarten Rechte von Kindern bis

heute nicht im Grundgesetz wiederfinden“, sagt Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des
Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB) Niedersachsen.

Kinder sind eigenständige, gleichberechtigte Persönlichkeiten, welche einen Anspruch auf
Individualität haben, und keine „Rechtsobjekte“. Sie sind Träger von Grundrechten und nicht
Gegenstand von Rechtsausübung. Die explizite Verankerung von Kinderrechten würde dies
verdeutlichen und gleichzeitig ein positives Signal in die Gesellschaft senden.
„In Niederachsen haben wir es bereits geschafft, Kinderrechte in der Landesverfassung zu
verankern. Es wird Zeit, dass der Bund ebenfalls die besondere Verantwortung für Kinder in
die Verfassung aufnimmt“, fordert Johannes Schmidt vom DKSB. Birgit Eckhardt sieht auch
das Land weiterhin in der Pflicht: „Wir hoffen, dass sich Ministerpräsident Stephan Weil im

Bundesrat für dieses Vorhaben stark macht. Das Wohlergehen der Kinder in unserem Land
ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“
Mit der Festlegung von Kinderrechten im Grundgesetz wäre der Kinderschutz in Deutschland
einen wichtigen Schritt weitergekommen.
Wenn Kinder als eigenständige Rechtsträger anerkannt werden, dann müssen ihre Rechte
und Interessen verbindlich in politische und gesellschaftliche Entscheidungen einbezogen
werden. Das gelte in allen Lebensbereichen vom Sozialsystem über Stadtentwicklung bis hin
zu Bildung und Teilhabe.

Bei Nachfragen: Johannes Schmidt: 0171.2137528

Lasst Kinder und Jugendliche fähig werden Demokratie zu entwickeln !

Kinderschutzbund Niedersachsen unterstützt Forderung nach Absenkung des Wahlalters für die Landtagswahl

HANNOVER Am diesjährigen Weltkindertag findet im Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen des Niedersächsischen Landtages die Anhörung zur „Absenkung des Wahlalters für die Landtagswahl“ statt, zu der auch der Kinderschutzbund Stellung nimmt. Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes Niedersachsen: „Partizipation ist kein pädagogisches Anliegen sondern ein demokratisches Recht und ein politisches Muss. Wir begrüßen diese Initiative und weisen gleichzeitig darauf hin, dass aus unserer Sicht eine Beteiligungskultur erforderlich ist, die Kinder und Jugendliche zu Mitbestimmung aktiviert und ihnen Kompetenzen darin vermittelt.“

Niedersachsen soll kinderfreundlich sein – alle Jahre wieder zum Weltkindertag ist man sich darüber einig. Für den Kinderschutzbund heißt dies an erster Stelle, die existentielle Lebensgrundlage von Kindern sicherzustellen und die Umsetzung ihrer Rechte zu gewährleisten! Die Kinderrechte auf Schutz und Förderung stehen seit 2009 in der niedersächsischen Landesverfassung, doch wie steht es um das in der UN-Kinderrechtskonvention verbriefte Recht auf Partizipation?

Kinder- und Jugendpartizipation brauche Gesamtkonzepte. Sie müssen die unterschiedlichen Beteiligungs¬zonen in Familie, Kommune, Schule, anderen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden be¬rücksichtigen. Es darf keine Strategie und Methode ausgeblendet werden. Ein Gesamt¬system der Kinder- und Jugenddemokra¬tie darf nicht reduziert werden auf einzelne Beteiligungsformen (zum Beispiel Projekte) oder bestimmte Beteiligungsgrade (beispielsweise nur auf das reine Informationsrecht oder das Anhörungsrecht).

Schmidt weiter: „Partizipation verstehen wir als Instrument zum Erlernen von Demokratie. Eine lebendige Demokratie wiederum braucht eine Gesellschaft, in der sich Menschen engagieren. Das gilt auch für die politische Ebene. Die Motivation, sich zu identifizieren und zu engagieren entsteht nicht von selbst sondern sollte schon bei Kindern und Jugendlichen geweckt werden. Es bedarf eines Entwicklungsprozesses, der ihnen Kompetenzen vermittelt und es bedarf eines politischen Rahmens, der die strukturellen Voraussetzungen schafft und sicherstellt.“

Bei Nachfragen: Johannes Schmidt: 0171.2137528

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